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Klinik

 

Hinter der offiziellen Bezeichnung "Ambulatorische und Geburtshilfliche Tierklinik" "verbirgt" sich zum Einen mit der Geburtshilflichen Tierklinik der stationäre Teil, zuständig für Gynäkologie, Geburtshilfe und Neonatologie, sowie Andrologie bei Großtieren. Man widmet sich tierärztlich der Fortpflanzung und ihren Störungen einschließlich der Geburtshilfe und Reproduktionsbiotechnologie, der Spermagewinnung und -untersuchung, der instrumentellen Besamung sowie den Neugeborenen-Erkrankungen und den Erkrankungen des Gesäuges.

 

Es handelt sich in erster Linie um eine Überweisungsklinik, das heißt, wir sind für Notfallpatienten oder solche Tiere zuständig, die von den Tierärzten vor Ort nicht ausreichend versorgt werden können und dann überwiesen werden.

 

Betreut werden Pferde, Rinder, kleine Wiederkäuer und Schweine. Aber auch Hobbytiere, wie Lamas und Alpakas nehmen einen Platz in dem Klientel ein. Die Klinik verfügt hierfür über zwei große Behandlungshallen, ein spermatologisches und ein klinisches Labor. Hier können umfangreiche Blutuntersuchungen zur Abklärung, z.B. von Entzündungen und Stoffwechselstörungen u.ä. durchgeführt werden.

 

Die diagnostischen Möglichkeiten am Tier werden durch moderne Sonografie- und Endoskopietechnik erweitert.

 

Die Patienten können in artgerechten Einzelboxen bzw. Rinder auch in Anbindehaltung stationiert werden.

Für Stuten zur Geburtsüberwachung und Stuten mit Fohlen bei Fuß stehen extra geräumige Boxen zur Verfügung.

 

Die Aufstallung erfolgt mit individueller Fütterung bei Haltung auf Stroh oder Spänen. Das Klinikteam aus Tierärzten, Tierpflegern und studentischen Hilfskräften gewährleistet eine rund um die Uhr Betreuung der stationären Patienten. Bei internistischen und chirurgischen Fragestellungen ist eine enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden direkt benachbarten Fachtierkliniken der Fakultät selbstverständlich.

 

Im Bereich der Gynäkologie liegen die Aufgaben in der Diagnostik, Therapie und Prävention von Fruchtbarkeitsstörungen und Eutererkrankungen. Neben der medikamentellen und chirurgischen Therapie von Fortpflanzungsstörungen (z. B. Damm- Operationen, mikroinvasive Ovar- Zystenentfernung) wird auch die (chirurgische) Behandlung von Verletzungen des weichen Geburtsweges, einschließlich Deckverletzungen bei Stuten, durchgeführt. Weiterhin ist die Diagnostik und Therapie von Euterentzündungen und Zitzenverletzungen ein wesentliches Arbeitsgebiet. Zur Behebung von Milchabflussstörungen bei Kühen steht die Möglichkeit eines endoskopischen Diagnose- und Operations-verfahrens (Theloresektoskopie) zur Verfügung.

 

Die künstliche Besamung von Stuten mit flüssigkonserviertem, vor allem aber mit Tiefgefriersperma wird regelmäßig durchgeführt. Ihr geht eine zuchthygienische Untersuchung (inklusive Sonographie, Tupferprobe und bei Bedarf Gebärmutterschleimhautbiopsie) voraus. Auch wird von uns eine Frühträchtigkeitsdiagnose mittels Ultraschall durchgeführt. Die sachgerechte Zwischenlagerung von Tiefgefriersperma ist auf Wunsch bei uns ebenfalls möglich.

 

Gebiet der Andrologie umfasst die klinische Untersuchung männlicher Zuchttiere einschließlich Gewinnung und Untersuchung ihres Spermas. Unser spermatologisches Labor untersucht auch eingesandte Spermaproben auf deren Verwendungseignung. Die andrologische Untersuchung führen wir auch bei Rüden durch. Hier erfolgt die Spermagewinnung vorzugsweise bei Stimulation durch eine mitzubringende, läufige Hündin. Für Hündinnen wird auch die Bestimmung des optimalen Deckzeitpunktes mittels Hormonbestimmung oder Vaginalzytologie, sowie künstliche Besamungen angeboten.

 

 

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Zwillingskälber aus konservativer Geburtshilfe